Flickr hat in den letzten Jahren eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich. Einst die Plattform für Fotobegeisterte weltweit, wurde es lange als das Zuhause für hochwertige Fotografie geschätzt.
Dann kam der Einbruch: #Instagram und Co. machten das Teilen von Bildern einfacher, schneller, aber auch – oberflächlicher. #Flickr geriet ins Hintertreffen, wechselte den Besitzer und kämpfte ums Überleben. Doch jetzt erlebt Flickr so etwas wie eine Renaissance. Vielleicht, weil immer mehr Fotografen genug von Algorithmen, Reichweiten-Optimierung und dem schnellen Scrollen auf dem Smartphone haben. Es geht wieder darum, Fotos anzusehen, zu geniessen und wertschätzendes Feedback zu geben – ohne Filterblasen und Follower-Druck. Und in einem Format, dass gute Fotos verdienen.
Ich selbst war früher gerne auf Flickr unterwegs. Neben der Fotocommunity war es für mich ein Ort, um Inspiration zu finden und mich mit anderen auszutauschen. Und in Zeiten, in denen Instagram immer mehr zur reinen Bewegtbild-Werbe-App verkommt – wo Bilder auf einem Mini-Handydisplay kaum noch wirken – lohnt es sich, mal wieder bewusst auf Plattformen wie Flickr zu gehen. Sich an den Rechner zu setzen, Bilder in gross anzuschauen und Fotografie zu geniessen, so wie sie gedacht war.
Ich habe gestern wieder einen Flickr-Account eröffnet und werde nach und nach einige Highlights von Oliver Hartmann Photography hochladen. Schaut doch mal vorbei …
P.S.: Ich hatte sogar mal ein Feature auf der Flickr-Endeckenseite.