Mit dem neuen, auf GPT-4o basierenden Image Generator hebt OpenAI die Messlatte deutlich an. Nahtlos in ChatGPT integriert, liefert er Ergebnisse, die selbst etablierte Tools wie Midjourney ins Schwitzen bringen.
Nach ausgiebigen Tests lässt sich kaum anders sagen: Was hier entstanden ist, ist mehr als nur ein Update – es ist eine echte Kampfansage an spezialisierte Bildgeneratoren. Die Fortschritte im Vergleich zu DALL·E 3 sind gravierend und verschieben das Machtgefüge in der KI-Bildszene deutlich.
Besonders beeindruckend sind folgende Punkte:
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Lesbarer Text in Bildern: GPT-4o zeigt erhebliche Verbesserungen in der Darstellung von Text innerhalb von Bildern. Laut OpenAI kann das Modell nun lesbaren und korrekten Text generieren, was eine Schwäche früherer Modelle wie DALL·E 3 war.
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Präzise Attributbindung: GPT-4o kann bis zu 20 Objekte mit spezifischen Eigenschaften in einem Bild korrekt darstellen. Dies übertrifft die Fähigkeiten vieler anderer Bildgeneratoren und zeigt die Fortschritte in der Attributbindung.
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Nahtlose Workflow-Integration: Die Bildgenerierung ist direkt in ChatGPT integriert, was den Wechsel zwischen verschiedenen Plattformen überflüssig macht und den Arbeitsablauf optimiert.
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Transparente Hintergründe: GPT-4o ermöglicht die Erstellung von Bildern mit transparenten Hintergründen, was besonders für Logos und Icons im Marketing und Design nützlich ist.
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Direkte Nachbearbeitung im ChatGPT-Interface: Benutzer können generierte Bilder direkt im ChatGPT-Interface bearbeiten, was Zeit spart und den Workflow verbessert.
Während DALL·E 3 & Co. bei strukturierten visuellen Inhalten noch klar an seine Grenzen stiess, liefert GPT-4o hier zuverlässig. Die generierten Bilder sehen nicht mehr nach KI-Kunstspielerei aus – sondern nach echten Assets für den professionellen Einsatz.
Damit steht Midjourneys Alleinstellung erstmals ernsthaft unter Druck. Zwar behält Midjourney im künstlerischen Bereich seine Stärken, doch OpenAI überzeugt durch Präzision, Flexibilität und perfekte Integration in bestehende Workflows.
Aktuell steht das Tool allen ChatGPT Plus-, Pro-, Team- und Sora-Nutzern zur Verfügung. Die Generierungszeiten können je nach Auslastung schwanken – aber der Komfort, nicht mehr zwischen Tools springen zu müssen, macht das mehr als wett.
Aber bei aller Begeisterung: Denkt daran, dass jede Bildgenerierung Energie verbraucht.
Nur weil es bequem ist, bedeutet das nicht, dass man gedankenlos Unmengen an Bildern raushauen muss. Auch KI braucht Strom – und davon nicht wenig.
Wie geht ihr mit der neuen Generation der Bild-KI um? Bleibt ihr bei Eurem Tool der Wahl (welches ist es?)– oder überzeugt euch das All-in-One-Paket von OpenAI? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!
PS: Das Titelbild ist natürlich auch komplett KI-generiert.